Die Tage vergingen. Jeden Tag das gleiche.
Sie war nur in ihrem Zimmer und kümmerte sich um ihren Bruder.
Schienen sie doch frei zu sein.
Irgendwann meinte die Leiterin zu ihrer Mutter, dass Sie in die Vorschule gehen müssen. Das war eine Vorschrift.
Sie wollte nicht dorthin, was auch immer es war. Weigerte sich. Wer sollte sich denn dann um ihren Bruder kümmern? Er war doch das einzige wasihr noch blieb.
Aber sie musste.
Alle Kinder starrten sie an. Sie wusste, dass Sie hässlich ist. Keiner wollte mit ihr spielen. Sie stand nur daneben und schaute ihnen zu. Sie sahen glücklich aus. Unbeschwert.
Sehnsüchtig wartetete sie darauf endlich abgeholt zu werden. Endlich weg von diesesm Ort zu kommen. Dieser Ort, an dem sie sich noch einsamer fühlte als sonst. Noch ungewollter. Sich noch weniger mochte.
Sie wartetete vergeblich. Alle Kinder waren schon weg. Es war schon nach 19.00 Uhr. Nur noch eine Erzieherin war dort. Sie war aufgebracht und fragte Sie wann ich abgeholt werden würde. Sie wusste es nicht.
Sie rief im Frauenhaus an und fragte nach.
Sie hatte Sie vergessen. Einfach so vergessen. War Sie doch immer da und nur an diesem einen Tag woanders. Sie war so unglaublich traurig. Das wir erster und einziger Tag in der Vorschule. Hier würde sie nie wieder zurück wollen. Nie wieder.
Nie wieder wollte sie zu diesen Kindern, die sie nur gemieden haben, die sich ausgeschlossen hatten.
War sie anders als sie?
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