Es ist früher Morgen. Der Wecker klingelt und nur mühsam quäl ich mich aus dem Bett. Ich merke es sofort. Heute ist wieder so ein Tag. Irgendwie will ich mich durch den Tag schlängeln. Doch jede kleinste Bemerkung kann alles um werfen. Dann überschwemmt mich die Flut. Depressionen überschwemmen alles andere in meinem Kopf. Überschatten alles. Das war es dann. Die üblichen Gedankengänge nehmen ihren Lauf. Immer wieder schreiende Satzfetzen in meinem Kopf. Es ist kaum auszuhalten. "Du Monster...", "Alles zerstört", " Deine Schuld"... Immer wieder versuche ich einen klaren Kopf zubehalten. Unmöglich. Die Gedanken rasen nur so durch meinen Kopf. Zu schnell um sie genau zu verstehen, aber langsam genug um zu wissen was sie sagen. Mein Kopf quillt über. Voll mit Knäuel aus Satzfetzen. Ich kann an nichts anderes denken. Starre vor mich hin. Am liebsten würde ich zurück ins Bett gehen. Die einzige Lösung. Es geht nicht mehr. Ich rede mit meiner Mutter. Von einer Sekunde zur anderen mach ich mich runter. Alles an mir. Meine fehlendes Talent, mein Aussehen. Alles. Ich versuche es zu kontrollieren. Ich will sie nicht damit belasten. Nicht mit meinen Problemen. Der Tag ist vollkommen hinüber. Kein Verständnis für mich. Warum auch. Wir streiten wieder einmal. Warum ich das mache. Warum ich mich wieder so runter ziehe. Warum ich sie damit belaste. Ich will das doch auch nicht. Aber irgendwie will ich auch Verständnis. Das bekannte Gefühl des Hin und Her Gerissen seins. Wir steigern uns immer mehr rein. Mittlerweile dreht es sich nicht mehr nur um mein Aussehen. Sehnsucht nach dem Tod. Nein keine Suizidgedanken. Einfach nur umfallen. Einschlafen. Für immer. Es will nur so aus mir heraus sprudeln. Ich versuche es zu unterdrücken. Den ganzen Tag. Ich beruhige mich. Scheinbar. Ich lächele und entschuldige mich. Alles sei in Ordnung. Sie ist beruhigt und erleichtert. Sie hat das Problem gelöst.
Gelöst. Es fällt mir schwer dieses Schauspiel. Jeden Tag aufs neue. So unglaublich schwer. Jede Sekunde kann es wieder ausbrechen. Ich versuche mich den Rest des Tages durch zukämpfen. Schalte den Kopf ab. Nur mit größte Mühe gelingt es. Ich lebe nur so vor mich hin. Ohne Ziel. Sitze da und starre. Durch alles hin durch. Ins Nichts. Wann geht dieser Tag endlich vorbei.
Erst im Bett kann ich es endlcih rauslassen. Ich weine. All die Gedanken schallen durch meinen Kopf.
Es wäre so leicht. Nimm die Klinge. Doch so leicht will ich es mir nicht machen. Es herrscht Krieg in meinem Kopf. Krieg gegen meine eigenen Gedanken. Soweit es meine sind...? Hin und Hergerissen. Angestrengt denke ich über alles nach. Rede mit mir slebst. Beruhige mich. Bis ich irgendwann einschlafe. Ich habe es überstanden.
Doch der Krieg ist nicht vorbei. Es herrscht vorzeitiger Waffenstillstand. Nur um die Ressourcen wieder aufzufüllen und mich beim nächsten Mal mit noch mehr Stärke zu überschwemmen.
Schon Morgen Früh kann es soweit sein
1 Kommentar:
Ich kann gut nachvollziehen wie es dir in so einer Situation geht. Du weißt, dass ich auch meine Probleme mit meiner Mutter habe, aber wir dürfen uns davon nicht unterkriegen lassen. Wenn du aufgstehst sollst du dich stark und motiviert fühlen. Manchmal versuche ich es mir einzubilden und manchmal hilft es wirklich :) ♥
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